Vollzeitpflege: So bin ich auf die Welt gekommen - was ist nun angeboren und was ist epigenetisch?

Mit viel Spannung wurde die Übersetzung des genetischen Codes erwartet: doch als es sich herausstellte, dass wir Menschen nicht einmal 30000 Genome haben und damit weniger wie ein Wasserfloh kam die Ernüchterung. Als dann noch nach 2003 epigenetische Prozesse in wissenschaftlichen Veröffentlichungen dargestellt wurden, die sich über 3-4 Generationen hinweg auswirken können, waren ab nun die großen Fragen: Was ist nun angeboren? Was ist genetisch? Was ist erworben? Was könnte sich entwickeln, wenn es nicht durch epigenetische Prozesse blockiert wird und was ist dann Prägung und Traumatisierung (mit Folgen über Generationen hinweg).

In der Begleitung von Pflege – und Adoptivkindern hilft uns gerade diese Differenzierung immer wieder, um diese Kinder so individuell wie nur möglich begleiten und um die Grenzen pädagogischer Interventionen und die Möglichkeiten therapeutischen Begleitung abwägen zu können. Um möglichst wenig Fehlinterpretationen zu erliegen, ist es für uns wichtig grundlegend wichtig, diese verschiedenen Entwicklungsprozesse gegeneinander abwägen zu können.

Frau Luise Hepp ist niedergelassene Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Kinder-und Jugendpsychotherapie. Sie wird Ihnen im Anschluss an das Seminar für Ihre Fragen zur Verfügung stehen können.

Referentin : Dr.Luise Hepp Kinder- und Jugendpsychiaterin, Kinder- Jugendtherapeutin
Termin: Donnerstag, 14. März 2019
Ort: Tagesmütter und Pflegeeltern Stuttgart e.V. (PFAD BW)
Zeit: 20 Uhr -22 Uhr